Brustuntersuchung:

Die wichtigste Untersuchung ist die Selbstuntersuchung der Brust, welche wir

hier in 5 Schritten dokumentieren.
Bei der üblichen Jahreskontrolle werde ich auch jedesmal die Brustuntersuchung vornehmen. Die zusätzliche Durchführung einer Ultraschallkontrolle der Brust ist sinnvoll bei Knoten in der Brust als Ergänzung zur Mammographie und bei jüngeren Patientinnen als alleinige Untersuchungsmethode.

Mammographie:
Mammographie ist das Röntgen des eigentlichen Brustgewebes, ich führe es bei Frauen ab dem Alter von 50 Jahren durch, oder bei familiärem Risiko auch früher und regelmässig alle 2-3 Jahre bei Frauen in der Menopause die Hormone einnehmen. Dieses bildgebende Verfahren hat eine geringe Strahlenbelastung und kann frühzeitig bösartige Tumoren in der Brust erkennen.

Mamma-MRI:
Die Magnetresonanztomographie der Brüste ist eine zusätzliche Abklärungsmethode, erlaubt gutartige von bösartigen Veränderungen zu  differenzieren, damit können unnötige Eingriffe vermieden und Kosten eingespart werden. Die MRI-Mammographie wird nur als Zusatzuntersuchung bei speziellen Indikationen eingesetzt. Sie erlaubt gutartige von bösartigen Veränderungen zu differenzieren und auch darzustellen, vor der Operation eines Brustkrebses weitere mammographisch nicht erfassbare Krebsherde aufzudecken und somit auch die Operation genau zu planen, in der Kontrolle nach brusterhaltender Chirurgie und Bestrahlung Narbengewebe von Resttumorgewebe zu unterscheiden.

Die Brust unterliegt regelmässigen Veränderungen entsprechend dem Monatszyklus. Vor der Periode kommt es häufig zu Brustschwellungen, Brustspannung und gelegentlich zu dadurch bedingten Schmerzen. Deshalb sollte für die Selbst-untersuchung immer der gleiche Zeitpunkt gewählt werden, am besten unmittelbar nach der Monatsblutung. Das Gewebe ist dann meist weich und gut abtastbar. Der Tastbefund ist noch empfindlicher, wenn die Haut feucht ist, wie beim Duschen oder nach dem Baden.

Es ist wichtig, die Brust auch nach den Wechseljahren regelmässig zu kontrollieren.  Denken Sie daran, beobachtete Veränderungen der Brust umgehend Ihrem Arzt mitzuteilen, auch wenn die meisten Veränderungen wie Knotenbildungen oder Hautveränderungen gutartiger Natur sind. Für die Heilungsaussichten bei bösartigen Erkrankungen ist es sehr wichtig, jede Knotenbildung in der Brust so früh wie möglich zu erkennen. Dazu können Sie selbst entscheidend beitragen. Je früher bösartige Vorgänge erkannt werden, desto grösser sind die Heilungschancen. Folgende Abbildungen und Informationen zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen und wie Sie am günstigsten bei der Selbstuntersuchung vorgehen.
Diese Information wurde erstellt mit der Zusammenarbeit mit Astra Zeneca AG

Brust
1. Zu Beginn jeder Untersuchung steht die Betrachtung der Brust vor dem Spiegel mit anliegenden Armen. Achten Sie hierbei auf Veränderungen der Grösse, Form, Brusthaut, sowie Einziehungen, Vorwölbungen und Veränderungen der Brustwarzen.Wiederholen Sie anschliessend die Betrachtung Ihrer Brust mit über dem Kopf verschränkten Armen.

2. Tasten Sie im Stehen Ihre Brust mit allen Fingern der flach aufliegenden Hand ab – die rechte Brust mit der linken Hand und die linke Brust mit der rechten Hand.

3. Beginnen Sie die Tastuntersuchung am besten auf der Innenseite der Brust und setzen Sie diese zur Aussenseite hin fort. Im Normalfall findet sich dabei im oberen äusseren Drittel der Brust dichteres Gewebe.

4.Gesondert untersucht wird das Gewebe hinter der Brustwarze und die Brustwarze mit dem Warzenhof. Drücken Sie jede Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger aus. Erscheint Flüssigkeit, so achten Sie auf Farbe und Beschaffenheit und teilen Sie dies Ihrem Arzt mit.

5. Die Selbstuntersuchung wird mit dem Abtasten beider Achselhöhlen abgeschlossen. Achten Sie dabei auf Knotenbildungen. Tastbare Lymphknoten sind in der Regel nichts Aussergewöhnliches, wichtig ist aber, Veränderungen zu erkennen.

Wiederholen Sie das Abtasten der Brust im Liegen, gelegentlich können erst bei diesem Untersuchungsgang Veränderungen festgestellt werden.