Operationen

Minimal invasive Chirurgie
Mittels Hysteroskopie (das heisst Gebärmutterspiegelung) können Eingriffe an der Gebärmutterhöhle durchgeführt werden. Es kann zum Beispiel ein in die Gebärmutterhöhle reichender Myomknoten lokalisiert und bis zu einer bestimmten Grösse auch entfernt werden. Da bei der Gebärmutterspiegelung Flüssigkeit in die Gebärmutterhöhle kommt, welche auch vom Körper aufgenommen wird, ist diese Operation zeitlich und auch von der Flüssigkeitsmenge begrenzt.

Dies bedeutet, dass zum Beispiel Myomknoten nur bis zu einer gewissen Grösse in toto in einem Eingriff entfernt werden können, bei einer Grösse über 5 cm könnte eventuell ein zweiter Eingriff nötig sein. Mittels Gebärmutterspiegelung können auch Polypen in der Gebärmutterhöhle oder auch Karzinome lokalisiert und entfernt werden. Bei extrem starken Monatsblutungen besteht auch die Möglichkeit mittels eines Ballonkatheters die Gebärmutterschleimhaut zu veröden, so dass die Blutungen nach dieser Operation möglicherweise schwächer werden, oder auch ganz ausfallen können. Bei Sterilitätsabklärungen kann mittels der Hysteroskopie angeborene Fehlanlagen, zum Beispiel Doppelbildungen im Bereiche der Gebärmutterhöhle ausgeschlossen werden. Ich informiere und berate Sie gerne in der Praxis über diese Eingriffe, auch über mögliche Risiken und Komplikationen.
Mittels Laparoskopie (das heisst Bauchspiegelung) kann man Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke beurteilen.

Gebärmutter
An der Gebärmutter können Myome erkannt werden und je nach Lage des Knotens, dieser auch entfernt werden mit Erhaltung der Gebärmutter. Die Gebärmutter kann auch in toto laparoskopisch entfernt werden, sollte dies medizinisch indiziert sein.

Eileiter
Hier kann bei Sterilitätsfragen miitels Blauprobe die Durchgängigkeit der Eileiter erkannt werden, bei abgeschlossener Familienplanung kann die Eileiterunterbindung durchgeführt werden und bei Eileiterschwangerschaften diese entfernt werden, mit der Möglichkeit der Erhaltung des Eileiters, falls dies technisch machbar ist.

Eierstöcke
An den Eierstöcken können Zysten, Endometriose oder bösartige Veränderungen erkannt und entfernt werden. Die Vorteile der laparoskopischen Eingriffe sind weniger Schmerzen, eine verkürzte Hospitalisationsdauer und ein schnellerer Heilungsverlauf. Auch über diese Eingriffe informiere ich Sie eingehend in der Praxis, falls bei Ihnen ein solcher Eingriff notwendig erscheint.

Als Stressinkontinenz bezeichnet man den Urinverlust beim Husten, Niessen und Treppenlaufen. Diese Inkontinenz wird primär konservativ mittels Physiotherapie behandelt, welche in vielen Fällen die Inkontinenz soweit bessert, dass man auf eine Operation verzichten kann. Sollte die Physiotherapie keine befriedigenden Resultate zeigen, kann man heute operativ in Lokalanästhesie die Stressinkontinenz beheben. Das TVT Verfahren (Tension free Vaginaltape) beinhaltet das Einlegen eines Kunststoffnetzbandes über einem transvaginalen Schnitt und zwei kleinen Einschnitten an der Bauchdecke rechts und links über dem Schambeinast (siehe Bild), das Kunststoffnetzband wird so eingebracht, dass es unter der mittleren Harnröhre zu liegen kommt. Während die Patientin hustet, wird das Band so weit angespannt, bis nur noch ein kleiner Tropfen Urin aus der Harnröhrenöffnung fliesst. Dies ist dann die optimale Anspannung des Bandes, welche dann auch nicht mehr verrutschen kann, weil es in dieser Position im Gewebe einwächst. Die Vorteile des TVT Verfahrens sind Lokalanästhesie versus Vollnarkose, der Eingriff ist kurz, nur 30 Minuten und die Patientin kann meist am Tag nach der Operation aus der Klinik entlassen werden. In 85 % sind die Frauen nach dem Eingriff völlig kontinent und leiden nicht mehr unter einem unwillkürlichen Harnverlust. Bei weiteren 10 % wird eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielt. Ich bin gerne bereit mit Ihnen dieses Verfahren zu erörtern und die notwendigen Abklärungen für Sie zu organisieren.