Ultraschall:

Ultraschall ist die einzige Methode, mit der wir das ungeborene Kind in der Gebärmutter direkt beobachten können. Seit bald 40 Jahren wird Ultraschall in der Schwangerschaft angewendet. Bis anhin konnte nie ein schädlicher Einfluss auf das Kind oder auf die Mutter gezeigt werden.

Was können wir mit Ultraschall feststellen:
ob das Kind lebt
ob der Geburtstermin stimmt
ob wirklich nur ein Kind heranwächst
ob es normal wächst und wie gross das Kind ist
ob schwere Fehlbildungen vorliegen
ob genügend Fruchtwasser vorhanden ist
wo die Placenta liegt
ob die Blutzirkulation des Kindes und der Placenta normal sind

Ein normaler Ultraschallbefund hat Einfluss auf die weitere Schwangerschaftsbetreuung und kann Sie zudem stark beruhigen. Wird ein spezieller Befund erhoben, kann Ihnen Ultraschall wichtige Entscheidungsgrundlagen liefern. Ultraschall kann sie jedoch  beim Nachweis einer schwerwiegenden kindlichen Störung in einen ethischen Entscheidungskonflikt bringen. Bitte teilen Sie deshalb ihrem Arzt mit, wenn Sie aus persönlichen Gründen keinen Ultraschall möchten. Denken Sie auch daran, dass die Untersuchung zwar von erfahrenen Ärzten durchgeführt wird, dass aber aus verschiedenen Gründen nicht jedes Problem zu erkennen ist.

Selbstverständlich kann Ihr Partner bei den Ultraschalluntersuchungen anwesend  sein.

1. Ultraschallkontrolle:
Sie gibt uns Auskunft ob die Schwangerschaft intrauterin liegt, ob der Geburtstermin stimmt, ob es sich um eine Einlings- oder um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. Sollte der Ultraschall in der 11.- 12. Schwangerschaftswoche erfolgen, wird gleichzeitig auch die Nackentransparenz gemessen, bei einer Nackentransparenz über 2 mm sollte man erwägen einen 1. Trimestertest durchzuführen.

2. Ultraschallkontrolle:
In der 20. Schwangerschaftswoche erfolgt ein ausgedehnter Ultraschall zum Ausschluss von Missbildungen, bei dieser Ultraschalluntersuchung werden die Organe genau untersucht, am Kopf die Kopfform mit Profil, die Seitenventrikel, das Kleinhirn, die Wirbelsäule, Herz, Magen, Zwerchfell, Nieren und Harnblase, die oberen und unteren Extremitäten, die Nabelschnur mit ihren üblicherweise 3 Gefässen und auch die Plazenta.

3. Ultraschallkontrolle:
Der 3. Ultraschall wird meistens in der 32.-34. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dieser Ultraschall gibt uns Auskunft über die Lage des Kindes, die Menge des Fruchtwassers, die Lage der Plazenta. Mit dieser 3.Untersuchung können wir feststellen ob das Wachstum des Kindes normal ist und keine intrauterine Wachstumsretardierung vorliegt. Üblicherweise werden die Schwangerschaftskontrollen im 4 Wochen Intervall bis zum Termin, ab Termin dann engmaschige Kontrollen alle 3-4 Tage mit Durchführung auch einer Kardiotokographie während 30 Minuten, das heisst Aufzeichnen der Herztöne des Kindes mit gleichzeitigem Aufzeichnen der Wehen und Entscheid über die  Geburtseinleitung bei Übertragungen von 10-14 Tagen.

Mammaultraschall:
Mittels Mammaultraschall können an der Brust Cysten, Fibroadenome und Carcinome erkannt werden.

Gynäkologischer Ultraschall:
Dieser Ultraschall zeigt uns vor allem Veränderungen an der Gebärmutter, zum Beispiel Myomknoten und Veränderungen an den Eierstöcken, sei es gutartige Cysten, Endometriosecysten oder bösartige Veränderungen der Eierstöcke.